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Vita

Johann Kralewski lebt und arbeitet in Islisberg und Locarno.

Er wird 1949 in Laurahütte Siemianowice geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend im schlesischen Bergbaurevier und in den Gebirgsgruppen der Beskiden in Polen. Von 1981 bis 2009 lebt er in Deutschland, danach in der Schweiz.

Nach der Ausbildung zum Chemotechniker folgt das Studium der Metallurgie, das er 1977 abschließt. Noch während der Studienzeit absolviert er eine Ausbildung zum Fotografen und beginnt 1974 seine künstlerische Laufbahn mit der Teilnahme an diversen Fotoausstellungen. Ab 1981 arbeitet er bis zu seiner Pensionierung als Diplom-Ingenieur in der Industrie. Die Arbeit ist geprägt von hohem kreativem Schaffen mit technischen Neuentwicklungen und zahlreichen Patentanmeldungen. Gleichzeitig entstehen erste Aquarellportraits, Ölgemälde und Zeichnungen. Ab 1999 reduziert er die Tätigkeit in der Industrie zugunsten einer Intensivierung des künstlerischen Arbeitens. Er absolviert von 2001 bis 2003 nebenberuflich ein Studium am Institut für Bildende Kunst an der Philipps-Universität Marburg bei Prof. Eckhard Kremers mit den Schwerpunkten Siebdruck, Lithografie, Zeichnen und Projektentwicklung. Gleichzeitig setzt er sich in seinen Arbeiten mit der antiintellektuellen Kunst von Jean Dubuffet und seiner Interpretation der Art Brut sowie mit der emotionsgeladenen dramatischen Malerei von Francis Bacon auseinander.

Im grafischen Werk tauchen immer wieder Sekundenzeichnungen auf, die ganz aus dem Unbewussten heraus entstehen. Diese Art es Arbeitens prägt bis heute das Schaffen mit sämtlichen angewandten Techniken; die Werke entstehen stets aus dem Aufgreifen eines tiefen intuitiven Gestaltungsimpulses heraus. Die spontane Wahl der Technik ist wichtiges konzeptionelles Mittel. Das Thema bestimmt Form und Material. Nur so ist für den Künstler Erlebtes in seiner Intensität gestaltbar. Inspirierend für die intuitive Arbeitsweise ist für ihn dabei das gleichzeitige Schaffen an verschiedenen Kunstwerken mit unterschiedlichen Techniken. So vertieft er beispielsweise während des eineinhalb Jahre andauernden konzentrierten Prozesses bei der Herstellung der Pilger seine Beziehung zum Zeichnerischen, das eine essenziell wichtige Ausdrucksform für ihn ist.

Ausstellungen